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Geringelte Zehensocken

16. März 2009

ZehensockenEs gibt Socken, die zieht man nur an, damit man besser in die Schuhe hineinpasst oder damit man keine kalten Füße bekommt. Weil es das Jahr über unterschiedlich kalt ist und weil es die verschiedensten Sorten Schuhe gibt, braucht man in seiner Socken Schublade schon jede Menge Socken.

Da sind dann zum Beispiel ganz dünne weiße Baumwollsöckchen für Ballerinas, dickere weiße Tennissocken für die Sportschuhe, dünne Nylon Socken, die gerade nur die Fußsohlen bedecken – Füßlinge nennt man die, glaube ich – für weit ausgeschnittene Schuhe, Sneakersocken mit und ohne Umschlag, wenn es etwas lässiger werden soll, Nylon Kniestrümpfe für elegante Schuhe unter einer Hose oder Stiefeletten, und dicke Wollsocken für die Winterstiefel.

Dann gibt es aber auch Socken, die sind gar nicht für die Schuhe gedacht, sondern die haben ihren Reiz allein darin, dass man in diesen Socken in der Wohnung herumläuft, weil es viel zu schade wäre, sie in einem Schuh zu verstecken. Und sei es auch in einem schnöden kuscheligen Hausschuh.

Zu dieser Art Socken gehören auch die geringelten Zehensocken, die meine Freundin Jutta mir vor wenigen Wochen zum Geburtstag geschenkt hat. Sie sind ganz knallbunt und wirklich geil anzuschauen.

Ihr wisst, was Zehensocken sind? Das sind praktisch Handschuhe für die Füße, wo jeder Zeh einzeln verstaut wird. Das sieht so klasse aus, vor allem, wenn man die Zehen in diesen Zehensocken bewegt. Und wenn dann noch jeder Zeh in einer anderen Farbe bedeckt ist, macht das Zehenwackeln noch mehr Spaß.

Kaum hatte ich die Ringelsocken aus ihrem knisternden bunten Papier ausgepackt, schon musste ich sie natürlich anprobieren, und ich habe gleich bemerkt, wie Jutta richtig neidische Blicke auf die Zehensocken gerichtet hat. Ich wusste sofort, solche Ringel Socken hätte sie auch gerne gehabt.

Und prompt meinte sie auch noch: “Ich hätte mir davon auch ein paar kaufen sollen!” Richtig sehnsüchtig geseufzt hat sie dabei. Also bin ich natürlich am nächsten Tag gleich losgezogen und habe ihr ebenfalls solche geringelten Zehensocken besorgt. Wobei es ganz schön dauerte, bis ich die Dinger dann endlich in einem Socken Geschäft in der Fußgängerzone gefunden hatte.

Allerdings habe ich eine andere Farbe gewählt, damit wir unsere Socken auch auseinanderhalten können; ihre Socken sind zwar auch bunt geringelt, aber nur in Blautönen, nicht in verschiedenen Pastelltönen. Wir haben nämlich beide genau dieselbe Schuhgröße, Größe 39.

Diese blauen Ringelsocken habe ich ihr dann bei meinem nächsten Besuch bei mir geschenkt, obwohl sie gar nicht Geburtstag hatte. Wie ich musste sie ihre Socken auch gleich anziehen, und die sahen genauso toll aus wie meine.

Irgendwie hat es sich automatisch ergeben, dass wir danach ein bisschen herumgealbert haben. Wir haben uns der Länge nach aufs Bett gepackt und unsere Beine ausgestreckt. Da waren nun gleich vier niedliche Füße in bunten Zehensocken zu sehen; zuerst ganz streng getrennt, zwei pastellfarbene und zwei blaue, aber dann hat sie auf einmal ihr Bein mitten zwischen meine gepackt, und waren es jeweils abwechselnd pastellfarbene und blaue Ringelsocken.

Anschließend haben wir einen kleinen Fußkampf gemacht und ausprobiert, wer von uns beiden stärker ist. Anders als in normalen Socken kann man in Zehensocken richtig gut kämpfen – und den Kampf habe ich gewonnen.

Irgendwann kam Jutta dann noch auf die Idee, wir sollten doch einfach mal die Socken tauschen. Nun ja – warum nicht? Wir tauschen ja schließlich auch unsere Schuhe, und ich musste zugeben, die blauen Ringelsocken gefielen mir auch sehr gut, die wollte ich gerne mal an meinen Füßen sehen.

Also lehnte ich mich gemütlich zurück und Jutta zog mir langsam meine Socken aus. Es war kein Zufall, dass sie sich dabei ziemlich Zeit gelassen hat. Jutta liebt schöne Frauenfüße ebenso wie ich, und ich habe wirklich absolut schöne Füße; auch wenn das jetzt nach Eigenlob klingt.

Nachdem sie mir die Socken ausgezogen hatte, hat sie mir noch eine Weile die Füße ganz zärtlich massiert, und mir wurde ganz warm dabei. Und als ich barfuß da lag und sie meine Socken hatte, musste ich mir dann ihre Socken holen – direkt von ihren Füßen. Was ich sehr gerne getan habe.

Decken wir den Mantel des Schweigens über die Fußspiele, die wir noch alle an diesem Nachmittag veranstaltet haben. Auf jeden Fall haben wir uns am Ende darauf geeinigt, dass jede von uns einen pastellfarbenen Ringel Socken behält, und einen blauen.

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