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Tanz auf dem Tisch

9. August 2010

Gleich als ich klingelte, Petra mir öffnete und mir als erstes einmal um den Hals fiel, wusste ich, sie hatte es geschafft; sie musste die Klausur bestanden haben, vor der sie eine solche Angst gehabt hatte; und die ich selbst wieder einmal mit Bravour und einer glatten Eins absolviert hatte.

Wir waren zusammen in einer Vierer Lerngruppe gewesen; aber die anderen beiden hatten sich so sehr miteinander verkracht, dass sie sich beide zurückgezogen hatten; so waren nur wir beide übrig geblieben, Petra und ich.

Weil ich derjenige war, der seit dem ersten Semester mit guten Noten geglänzt hatte, war sie fest davon überzeugt gewesen, ich könnte ihr noch besser als jeder andere helfen. Sonst hätte sie sich bestimmt gleich anderen Studenten angeschlossen zum Lernen. Eigentlich passten wir überhaupt nicht zusammen. Ich hatte meinen Ruf als Streber weg, und sie war eins von den umschwärmtesten Uni Girls in unserem Semester überhaupt.

Die Notwendigkeit hatte uns zu Partnern gemacht – und es hatte sich offensichtlich ausgezahlt. Petra war in total übermütiger Laune.

Sie zog mich in ihre kleine Studentenwohnung. Überall brannten Kerzen, leise Musik spielte. Auf dem Tisch, der ihr auch als Schreibtisch diente, und wo sich sonst immer ihr Laptop, ihre Bücher und Collegeblocks gestapelt hatten, stand lediglich eine Flasche Sekt mit zwei Gläsern.

Sie goss uns beiden ein, reichte mir ein Glas. Dann verkündete sie die gute Nachricht – ja, sie hatte es tatsächlich geschafft, und sogar mit einer Zwei; einer für sie geradezu unglaublich guten Note.

Das sei alles mein Verdienst, erklärte Petra, und deshalb hätte sie eine kleine Belohnung für mich.

Sie raffte ein paar Sachen zusammen, verschwand im winzigen Badezimmer und sagte mir, ich solle einfach auf sie warten. Ich fühlte mich etwas unbehaglich. Zwar freute ich mich für sie, und ich freute mich auch, dass sie mir so dankbar war – aber ein wenig kam ich mir auch vor wie jemand, der seine Schuldigkeit getan hatte.

Was wollte sie jetzt noch von mir, wo sie dank der Paukerei mit mir die Klausur bestanden hatte?

Nach einer Weile kam sie wieder aus dem Bad. Mir blieb echt der Mund offenstehen. Petra hatte sich umgezogen. Sie trug nun einen Zweiteiler, eine Art Bikini, aus einem schwarzen Stoff, der fast durchsichtig war. Ich konnte sogar ihre Nippel durch das dünne Zeug hindurch sehen.

Das Höschen war ein String; lediglich ein ganz dünner Streifen verschwand hinten zwischen ihren Pobacken. Ansonsten trug sie schwarze Nylonstrümpfe mit Spitze oben und etwas Glitzerndem an beiden Fußgelenken.

Noch viel aufregender war es allerdings, was dann weiter unten kam. Sie hatte die Schuhe angezogen, die mir schon viele schlaflose Nächte bereitet hatten. Es waren echte High Heels; schwarze Pumps mit einem endlos hohen und spitzen Absatz, und einem Riemen aus Leder um die Fesseln.

Die Schuhe hatten bei ihr immer im Regal gestanden, wenn wir hier bei ihr gelernt hatten. Mein Herz klopfte. Hatte sie es etwa bemerkt, wie meine Augen immer wieder zu diesen hochhackigen Schuhen gewandert waren? War es ihr aufgefallen, dass ich sie in Gedanken in diese High Heels gesteckt hatte? Und konnte es sein, dass sie es gespürt hatte, wie sehr mich dieser Gedanke jedes Mal mit Erregung füllte?

Petra blieb vor mir stehen, wiegte sich in den Hüften, begann, zur leisen Musik zu tanzen. Ich stand da wie erstarrt; ich war so erregt, dass ich mich nicht zu rühren wagte. Offensichtlich sagte ihr ein Blick auf meinen Hosenstall, was mit mir los war.

Sie lachte übermütig, ihr Tanzen wurde leidenschaftlicher. Ich bekam kaum noch Luft, so heiß war mir.

Dann sprang sie auf einmal auf den frei geräumten Tisch. Jetzt befanden diese geilen hochhackigen Schuhe sich in einer Höhe, dass ich sie noch viel besser bewundern konnte. Ich musste die ganze Zeit hinstarren.

Wie elegant die High Heels ihren Spann, ihre ganzen Beine in die Länge zogen! Wie fantastisch das aussah mit den hohen Absätzen! Und wie verführerisch die kleinen Steinchen auf dem Nylon glitzerten!

Sie tanzte auf dem Tisch. Mir war nicht ganz klar, wie ich diese Situation überstehen sollte, ohne mich bis auf die Knochen zu blamieren und es ihr deutlich zu zeigen, wie erregend ich das alles fand. Aber vielleicht legte sie es genau darauf an? Vielleicht hatte sie meinen High Heels Fetisch erahnt und wollte mich genau damit belohnen, dass sie mir meinen unausgesprochenen Wunsch erfüllte?

Auf einmal stoppte sie mitten in einer Bewegung. “Komm her!”, sagte sie zu mir. Ich kam mir vor wie hypnotisiert, näherte mich dem Tisch. Sie wechselte das Standbein. Einer ihrer Füße in den Stiletto Heels stand jetzt ganz am Rand des Tisches, in gefährlicher Nähe von ihrem Glas, was sie dort abgestellt hatte.

Als ich direkt vor dem Tisch stand, hob sie den Fuß, hielt ihn mir entgegen. “Du darfst mich ruhig anfassen”, sagte sie lächelnd.

Ich dachte nicht mehr nach, ich reagierte einfach nur. Ich stürzte mich auf diesen wunderschönen Fuß in wunderschönen Nylons und wunderschönen Schuhen, ich umfasste die Pumps mit beiden Händen, streichelte über das weiche Leder der Schuhspitze, des Riemens um die Fußgelenke.

Sie ging herab auf die Knie, einen Fuß aufgestellt. Ich senkte den Kopf herab. Und dann berührten meine Lippen das Leder. Ich küsste ihren Schuh, ich küsste ihren Fuß. Ich leckte gierig über das Leder, und als sie den Schuh etwas anhob, leckte ich auch über den hohen, spitzen Absatz.

Ich war im Paradies. Sie hatte die richtige Belohnung für meine Mühe gefunden, sie durch die schwierige Klausur zu lotsen.

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